Bernd Krispin ist Dortmunder des Jahres 2017. Mit einer Ferienpatenschaft fing vor elf Jahren alles an. Mittlerweile hilft sein Verein Kinderglück benachteiligten Kindern durch viele Projekte. Es war nicht die einzige Auszeichnung am Sonntagabend.

Für sein Engagement bekam der 61-jährige Bernd Krispin bei der Veranstaltung im Lensing Carrée Conference Center (LCC) Dortmunds wichtigsten Ehrenamtspreis überreicht. Er erhielt einen Scheck von 10.000 Euro für seinen Verein Kinderglück, die beiden Zweitplatzierten – Julia Verbeek von der Reha- und Behindertensportgemeinschaft Dortmund 51 und Reinhard Sack von der Interessengemeinschaft Lütgendortmunder Vereine – jeweils 5000 Euro für ihre Arbeit.

„Man muss schon ziemlich verrückt sein.“ Mit dieser Einstellung wuchs Kinderglück immer weiter. An vorderster Front: Bernd Krispin. Sein Einsatz: komplett ehrenamtlich. Das zeichnet den Verein aus: Alle Mitarbeiter und Helfer arbeiten ohne Honorar. Spenden fließen eins zu eins in die Hilfsprojekte. „Viele helfen uns kostenlos, wenn’s um Dienstleistungen geht“, erklärt Bernd Krispin. Mit anderen handelt er Vorzugsoptionen aus. „Das ist unser Weg.“

Dabei geht es immer darum, Kindern zu helfen, die vernachlässigt sind, misshandelt wurden, schwer krank oder behindert sind. Der Verein kooperiert mit Jugendämtern und Kinderschutz-Zentren, mit dem Kinderschutzbund, Kinderkliniken, Jugendhilfezentren und -trägern. Sozialarbeiter, Ärzte, Lehrer, Kita-Mitarbeiter stellen die Anträge.

Carmen Röser wird Heldin des Augenblicks

Zum zweiten Mal wurde auch ein „Held des Augenblicks“ gekürt. Die Auszeichnung bekam Carmen Röser, die einen Sexualstraftäter kurz nach dem Missbrauch an einer Sechsjährigen fotografierte und so für seine schnelle Verhaftung sorgte.