Durchs Deutsche Fußball-Museum wehte gestern Abend ein Hauch Copacabana. Zum zwölften Mal wurden „Dortmunds Sportler des Jahres“ gekürt – und alle Sieger aus den drei Kategorien Männer, Frauen und Mannschaften verbanden mit den Sommerspielen von Rio de Janeiro besondere Erinnerungen an Momente voller Glück und Stolz.

Zu einer olympischen Medaille hat es für die junge Sprinterin Gina Lückenkemper zwar noch nicht gereicht, doch als Vierte mit der deutschen Staffel war sie ziemlich nahe dran. Gleich zwei Gold-Taler darf Paracycler Hans-Peter Durst seit den ereignisreichen Tagen von Rio sein eigen nennen, der 58-Jährige wurde von tausenden Lesern der Ruhr Nachrichten und Hörern von Radio 91,2 bereits zum dritten Mal zu „Dortmunds Sportler“ gewählt.

Mit Gold dekoriert

Mit Olympia-Gold dekoriert sind auch die Ruderinnen Lisa Schmidla und Carina Bär, die mit dem Frauen-Doppelvierer auf der Lagoa de Freitas triumphierten. Dass Schmidla die Mannschafts-Trophäe allein aus den Händen von Mercedes-Chef Gerd Hewing entgegennehmen musste, hatte einen triftigen Grund: Bär hat inzwischen ihre Karriere beendet und arbeitet als Ärztin im Praktikum in Heilbronn, aber mit ihrem Lebensgefährten Florian Mennigen war ein olympischer Gold-Ruderer im Fußballmuseum, der ihr aus erster Hand von der festlich-fröhlichen Gala berichten konnte. „Wir haben in Rio Werbung für den Rudersport gemacht“, sagte Schmidla, und niemand der über 300 Gäste wollte ihr da widersprechen.

Strahlend stellten sich auch Gina Lückenkemper und Hans-Peter Durst den Fragen der Moderatoren Sascha Klaverkamp (RN) und Mathias Scherff (Radio 91,2). Die 20-jährige Senkrechtstarterin der deutschen Leichtathletik berichtete von einem „unglaublichen Jahr“ mit einem nationalen Meistertitel, zwei EM-Medaillen und ihrem an Eindrücken reichen Olympia-Debüt. Durst schrieb eine der Geschichten der Paralympics 2016, als er im Zeitfahren kurz nach dem Start der Sattel brach, „da war ich schon kurzzeitig ziemlich geschockt“. Es ist ja dann noch gut gegangen …

Olympia-Medley

Musikalisch stimmgewaltige Akzente setzte Sängerin Inga Strothmüller mit ihrer Band Ingaonstage, die nicht nur mit einem Medley der schönsten Olympia-Songs den passenden Rahmen schuf. Und die Jungen und Mädchen des Dortmunder Kinderzirkus’ „Fritzantino“ zeigten eindrucksvoll, was mit ganz viel Übungsfleiß möglich ist.

Erstmals mit der Gala zu Gast im Deutschen Fußball-Museum, durfte das Thema Fußball nicht fehlen. Der langjährige BVB-Kapitän Sebastian Kehl berichtete im Talk von seinen Zukunftsplänen. Überrascht vom neuen „Nachwuchspreis“ wurden die U17-Kicker des Hombrucher SV, die mit ihrem Aufstieg in die Junioren-Bundesliga für Furore gesorgt hatten und 500 Euro für weitere „Großtaten“ bekamen.  Petra Nachtigäller